Brücken sind Hilfskonstruktionen, um Grenzen zu überwinden, die Menschen daran hindern, ihren Weg fortzusetzen. Darüber hinaus ist eine Brücke immer auch Sinnbild für existenzielle Lebenssituationen und folgenreiche Veränderungen. Sie ermöglicht das Betreten von Neuland und die Begegnung mit bisher Unbekanntem. Gleichzeitig steht das Motiv der Brücke für das mit Angst besetzte Beschreiten neuer und potenziell gefährlicher Wege. Die Arbeit „Überbrückung“ verdeutlicht diese Ambivalenz. Durch das verwendete Material (Keramik, Naturmaterialien) macht die Hängekonstruktion einen fragilen und wenig Vertrauen erweckenden Eindruck. Das Wesen der Brücke bleibt im doppelten Wortsinn in der Schwebe. Der verbindende und überwindende Charakter steht gleichwertig neben dem trennenden und angstbesetzten. 

 

Andrea Buhmann 

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