Ein liegendes und ein stehendes Raumobjekt polarisieren in ihrer baugleichen Konzeption die zwei Richtungen der Vertikalen und der Horizontalen. Die Objekte sind jeweils aus zwei zusammengehörenden großen, klar strukturierten Teilen zusammengebaut und ergeben ein architektonisches Raumgefüge. Gefertigt sind die Objekte aus Eisenplatten die zusammen geschweißt und anschließend überschliffen wurden.
Der Titel "im­umraum" beinhaltet das Vexierspiel der Skulptur zwischen ihrem Innen­ und Außenraum und ihren Bezug zum Umfeld. Bei frontaler Betrachtung der Skulptur steht man einer scheinbar geschlossenen Form hintereinander angeordneter Wände gegenüber, umschreitet man die Skulptur wird der Freiraum zwischen diesen gestaffelten Formen deutlich. Die kompakte Form wird durchbrochen und nur ein kleiner Verbindungssteg schließt und verbindet die zweiteilige Form. Dieser Verbindungssteg ist nicht nur statisch wichtig, durch diese Überbrückung wird auch ein Auseinanderfallen der Form in ihrer optischen Wahrnehmung verhindert und lässt das Formenspiel aus dieser Perspektive offen aber stabil erscheinen. Diesem Formenensemble liegt die Idee des Verbindens und des Überbrückens zugrunde sowie der Betonung von Eigenschaften die durch eine Gegenüberstellung von konträren Charakteren entsteht. 

Ulrich Sälzle

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